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Gänse halten

 

1.Wärme

Wenn die Gössel zu mir kommen, sind sie gerade 24 Stunden alt, dass heißt sie benötigen eine Infrarot Lampe oder einen beheizten Stall. Ihr neuer Stall ist rundherum gedämmt. Ausreichend Stroh ist vorhanden, um vor Kälte von unten zu schützen und sich richtig einkuscheln zu können. Weil die Gössel noch so klein sind, muss das Stroh gehäckselt sein. Außerdem kuscheln sich die Gössel, aber später auch die Gänse, immer ganz eng aneinander, damit sie es ganz warm haben. Zu viel Wärme im Sommer ist aber auch von Nachteil. Deshalb werden stets Schattenplätze eingerichtet bzw. haben die Gänse die Möglichkeit sich in einer mit Wasser gefüllten Duschwanne abzukühlen.

2. Frischluft

Meine Gänse sind tagsüber stets an der frischen Luft. Wenn sie noch klein sind und ihr Gefieder noch nicht voll ausgebildet ist, haben sie immer einen Unterstand zur Verfügung, der sie gegen Regen schützt. Später sind sie sowieso an jedes Wetter angepasst. Der neue Stall ist so hoch dimensioniert, dass genügend frischer Sauerstoff für die Nacht zur Verfügung steht. Darüber hinaus kann eine Belüftungsklappe nach Bedarf geöffnet werden.

3. Futter

Damit die Gössel schnell heranwachsen und robust werden, bekommen sie Geflügelaufbau-futter, das ich vom Fachhandel beziehe. Später wird Brot zugefüttert. Am liebsten fressen sie aber Gras. Gras ist reichlich vorhanden und immer frisch. Gras ist ja auch die natürlichste Nahrung der Gänse. Wenn es Herbst wird gibt es Vitamine. Die Gänse sind total verrückt nach Äpfeln. Kaum das sie losgelassen werden, stürmen sie in Richtung Obstbäume und plündern das Fallobst. Je nachdem was anfällt bekommen sie aber auch Kartoffelschalen, Salatblätter und vieles mehr. Was meine Gänse nicht bekommen sind Gewichtsaufbauende Medikamente oder sonst eine Chemie, die sie schneller wachsen und schwerer werden lassen. Bei mir zählt die Qualität, nicht die Quantität.

4. Trinkwasser

Frisches Trinkwasser ist immer vorhanden und gut erreichbar. Zum einen können sie aus ihrer Duschwanne trinken, zum anderen stehen am Anfang Schüsseln zur Verfügung, später Wassereimer. Das Wasser wird abends für den kommenden Tag bereit gestellt und am Tage noch einmal frisch ausgetauscht.

5. Einstreu

Als Einstreu wird Stroh verwendet, das täglich in kleinen Mengen ergänzt wird. Einmal pro Woche wird ausgemistet. Dadurch wird der Untergrund nie feucht. Das Gefieder bleibt sauber und die Gänse haben ein gutes Allgemeinbefinden.

6. Bewegungsfreiheit

Der Stall ist groß genug, das sich alle Gänse bequem zur Nachtruhe begeben können. Tagsüber halten sich die Gänse im Freien auf. Die einzelnen Parzellen sind so groß gewählt, dass genügend Auslauf vorhanden ist. Wenn abends Zeit ist, lasse ich sie gerne auslaufen. Dabei marschieren die Gänse über das ganze Gelände. Leider verteilen sie dabei auch ihre Hinterlassenschaften, weswegen diese Unternehmungen zum Teil nicht gern gesehen werden. Ich finde aber, jede Gans soll einmal die Weite Welt des gesamten Gartens kennenlernen. Außerdem kann man so einmal so richtig das Fliegen ausprobieren.

7. Beleuchtung

Da die Gänse im natürlichen Tagesrhythmus leben, kommt diesem Punkt nicht all zu viel Bedeutung zu. Dennoch ist im Stall ein Fenster eingebaut, damit das Tageslicht schon in den ersten Stunden hinein gelangen kann. In größeren Mastbetrieben werden die Ställe auch nachts beleuchtet, um die Tiere zur weiteren Futteraufnahme anzuregen. Ein Vorteil ist, dass sich die Tiere auch nachts orientieren können und bei Geräuschen nachts nicht in Panik verfallen. Darauf wird bei mir verzichtet, denn die Erfahrung hat nichts negatives gezeigt.

8. Hygiene

Wie schon vorher erwähnt erhalten die Gänse stets frisches Stroh. Außerdem steht ihnen eine Duschwanne zur Verfügung in der sie sich säubern können. Gleich morgens geht eine Gans nach der anderen in die Duschwanne und säubert sich von oben bis unten, bis sie wieder strahlend weiß aussieht. Damit die einzelnen Parzellen nicht zu sehr verkoten, werden die Gänse immer wieder auf andere Parzellen gestellt. Dadurch ist auch tagsüber eine saubere Umgebung gewährleistet. Wer meine Gänse sieht, der glaubt sie kommen direkt aus der Waschmaschine, für Hygiene ist also ausreichend gesorgt.

9. Ruhe

Gänse reagieren immer aufgeregt auf Veränderungen und Störungen. Dann kommt die Herde in Bewegung und lautes Geschnatter macht sich breit. Unser Gelände befindet sich in einem noch ländlich gebliebenen Teil unseres Ortes. Viel Lärm herrscht hier nicht vor. Die Menschen, die mit den Gänsen zu tun haben, sind in ihrer Zahl beschränkt. Ab und zu kommt einmal ein Besucher, der aber immer in Begleitung einer den Gänsen bekannten Person ist. Aufregung muss ab und zu mal sein, ist aber aufgrund unserer Wohnverhältnisse selten; wie angenehm.

 

 

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