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Gänse verwerten

 

 

An einer Gans ist viel mehr als nur ein schöner Gänsebraten. Die Gans kann man sich vielfältig zu Nutze machen. Früher hat man von der Gans alles verwertet bis auf den Schnabel. Selbst in die Luftröhre hat man Erbsen gesteckt und daraus eine Rassel für die Kinder gemacht und die Flügelenden wurden zum Fegen benutzt.

 

Nachfolgend beschreibe ich die heute noch üblichen Verwertungsmöglichkeiten, wie sie auch der Gänsevater nutzt.

 

 

  Blut Leber Hals
  Federn Andere Innereien Fett beim Braten
  Magen Fett und Flomen Gänsebraten
  Herz Flügel  

 

 

 

Blut

Das Blut wird beim schlachten in einer Schüssel aufgefangen. Es kann an Hühner verfüttert werden. Man kann es aber auch selber essen. Dabei muss das Blut gesiebt werden und durch rühren am Gerinnen gehindert werden. Das Blut wird dann in einer Pfanne gebraten und mit Salz und Majoran gewürzt. Beim Braten wird das Blut fest. Serviert man das gebratene Blut mit Kartoffeln, Zwiebeln oder ähnlichem, erhält man eine schmackhafte Mahlzeit.

 

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Federn

Die feinen Federn und die Daunen ergeben ein hervorragendes Material zur Herstellung von Kissen und Bettdecken. Ich habe mir selber einen Satz Bettwäsche mit meinen Federn herstellen lassen und bin absolut begeistert. Eine Gans ergibt ungefähr 200 Gramm nutzbare Federn. Schon beim Rupfen sortiert man die Federn nach brauchbaren und unbrauchbaren Federn. Für ein normales Bett (1,00 m x 2,00 m) und einem Kissen (80 cm x 80 cm) benötigt man ungefähr 2,5 Kilo Federn. Bei einem Bettengeschäft kann man seine Federn abgeben. Die Federn werden dann gereinigt und noch mal sortiert. Das kostet eine Kleinigkeit, ist aber notwendig. Ansonsten bezahlt man dann noch die Inletts, die es in unterschiedlichen Größen und Farben gibt. Ich habe mich für das größte Inlett entschieden wofür es handelsübliche Bettwäsche gibt (1,65 m x 2,30 m). Wie gesagt, das Bett ist ein Traum. Und so günstig wie mit eigenen Federn kommt man nicht an so ein Qualitätsbett.

Wer kein Interesse an einem Bett hat, der kann die Federn auch dem Bettengeschäft verkaufen. Je nachdem kann bis zu 20,- € für ein Kilo Federn erzielen.

 

Die Federn, die hierzulande billig angeboten werden, stammen meistens aus Osteuropa. Dort werden die Gänse dreimal gerupft, davon zweimal lebend. Wer einmal diese Tierquälerei gesehen hat, wie verstört diese Tiere sind mit ihren blutenden Brüsten, der wird sich den Kauf so einer Billigware schnell überlegen. Mein Bettengeschäft beschafft sich seine federn ausschließlich aus der Umgebung. Darüber bin ich sehr froh.

 

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Magen

Der Magen der Gans ist reines Muskelfleisch. Die Gans frisst zum Zerkleinern ihrer Nahrung kleine Steine und durch die Reibung der Steine im Magen wird die Nahrung zerkleinert. Dazu ist dieser Faustgroße Magen bestens geeignet.

Nachdem die gelbe Magenschleimhaut und das Gewebe um den Magen entfernt worden ist, kann man den Magen Kochen, in Stückchen schneiden und als Fleischeinlage zu einer deftigen Gemüsesuppe zugeben.

 

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Herz

Das Herz besteht wie der Magen ebenfalls aus bestem Muskelfleisch und eignet sich unter anderem als Fleischbeilage in Suppen. Genauso gut ist es, das Herz zu braten.

 

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Leber

Die Leber ist die größte Delikatesse an einer Gans. Sie ist auch überhaupt nicht mit einer Schweineleber oder Rinderleber zu vergleichen. Eine Gänseleber mit den dazugehörigen Beilagen ergibt eine ordentlich, ganz köstliche Mahlzeit.

Die Vorurteile gegenüber der Leber, das sie die Giftstoffe enthält, entkräftet sich schon allein dadurch, dass man ja weiß was die Gans gefressen hat.

Bei den dominanten Tieren in der Herde, die auch stets als Erste fressen, kommt es vor, das deren Leber größer ist. Sie ist fetter und heller als die anderen. Das liegt einfach an der erhöhten Nahrungsaufnahme, die in diesem Fall nicht aufgezwungen ist, sondern von den Tieren freiwillig vollzogen wird. Die hellen, fettigeren Lebern sind nicht so geschmacksintensiv wie die dunkleren.

 

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Andere Innereien

Alle anderen Innereien außer Magen, Herz und Leber, kann man an Hühner verfüttern. Hühner benötigen tierisches Eiweiß, sonst würden sie ja auch keine Regenwürmer fressen. Die Innereien werden dafür klein geschnitten und beim Füttern dazugegeben.

 

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Fett und Flomen

Bevor man die Innereien zum Verfüttern beiseite legt, nimmt man noch das Fett ab, das zwischen den Darmschlingen und den Innereien sitzt. Die Flomen, die dicke Fettschicht am Unterleib, werden vorsichtig vom Rumpf getrennt. Beides dient zur Herstellung von Gänseschmalz. Das Gänseschmalz kann man als köstlichen Brotaufstrich mit Grieben aus Zwiebeln und Äpfeln herstellen oder pur als Zugabe zum Rotkohl oder zum Braten verwenden. Beim Braten der Gans verliert diese auch noch mal ordentlich Fett, das man auffangen kann und ebenfalls zum verfeinern von anderen Gerichten verwendet.

 

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Flügel

An einem Gänseflügel ist nicht viel Fleisch dran. Deswegen werden die Flügel auch vor dem Braten vom Rumpf getrennt. Das bisschen Fleisch, was dennoch am Flügel sitzt, kann man auskochen und als Fleischbeilage für Suppen verwenden.

 

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Hals

Auch der Hals wird vor dem Braten gekürzt. Das Fleisch kann ebenfalls als Fleischbeilage dienen. Der hals ist relativ lang, so dass auch ordentlich Fleisch anfällt.

 

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Fett beim Braten

Wie oben beschrieben, kann das Fett, das beim Braten austritt, aufgefangen werden und zur Verfeinerung anderer Speisen dienen oder zur Herstellung von Gänseschmalz verwendet werden.

 

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Gänsebraten

Die Hauptsache ist der Gänsebraten selbst. Es gibt vielfältige Möglichkeiten einen Gänsebraten herzustellen. Das hängt meistens von Familiengewohnheiten und regionalen Traditionen ab. Aber auch der „abgenagte“ Rest kann noch Verwendung finden. Die letzten Fleischreste können wiederum als Fleischbeilage in Suppen dienen und der ganze Rumpf, wie auch die anderen Reste können ausgekocht werden. Auf diese Weise erhält man eine hervorragende Gänsebrühe.

 

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