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Gänsekunde

 

 

 

Gänsehaltung in der Welt

Bekannte Gänsearten

 

Allgemeines über Gänse

Graugans

 

 

Saatgans

 

 

Kanadagans

 

 

Ringelgans

 

 

Hausgans

 

 

Gänsehaltung in der Welt

Es ist mit einfachsten Mitteln möglich, Gänse in Kleinbeständen zu halten. Dazu sind keine kostspieligen Einrichtungen nötig. Deshalb wird die Gänsehaltung überall auf der Welt betrieben. Dabei gilt die Gans als Schaf bzw. als Schwein des "kleinen Mannes". Demzufolge überwiegt die Haltung in Kleinbeständen. Große Gänsefarmen mit industrieller Haltungsweise findet man seltener. Dennoch gibt es sie in Deutschland, Großbritannien, Holland, Dänemark und vor allem in den Osteuropäischen Ländern wie Polen, Ungarn und den GUS-Staaten. Besonders in Osteuropa werden die Gänse unter fragwürdigen Bedingungen gehalten. Der NDR hat im Jahr 2001 einen Bericht über die Gänsehaltung in Ungarn gesendet, der einem jeden Appetit verderben konnte. Mit artgerechter Haltung hatten diese Methoden nicht viel zu tun.

In Frankreich werden die Gänse vorwiegend in Kleinbetrieben gemästet. Im südlichen Europa ist die Gänsehaltung eher selten anzutreffen. Die USA hat ihren Produktionsschwerpunkt in Großfarmen, unter anderen auf Long Island bei New York, aber auch in den südlichen Staaten. Besonders in China, Indien und Indonesien werden auf dem asiatischen Kontinent Gänse vorwiegend bäuerlich gehalten. Industrielle Produktionen befinden sich allerdings im Aufbau. In Ägypten hat die Gänsehaltung eine Jahrtausende alte Tradition und reicht bis in die früheste Pharaonenzeit hinein. Neuerdings kombiniert man die Gänse- mit der Fischzucht im Nildelta.

Die Gänsezucht hat in neuerer Zeit in mehreren Teilen Deutschlands erheblich abgenommen. Die Gans benötigt zum Gedeihen viel Bewegung im Freien. Außerdem eignet sich nicht jede Fläche zum Gänse halten, weil die Gans das Gras bedeutend verunreinigt und ihre flüssigen Ausscheidungen den Rasen verbrennen. Wasserreichtum begünstigt die Gänsezucht, weil die Wasserpflanzen reiche Nahrung bieten. Die Gans wird sehr früh fortpflanzungsfähig und bleibt es über 20 Jahre lang. Junge Gänse zeigen wenig Lust und Ausdauer beim Brüten, und alte haben völlig ungenießbares Fleisch. Man lässt deshalb die Zuchtgänse nur 3-4 Jahre brüten und ersetzt sie dann durch neue.

 

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Allgemeines über Gänse

Gänse gehören zur Familie aus der Ordnung der Schwimmvögel und der Unterordnung der Zahnschnäbler. Sie sind Vögel mit gedrungenem Leib, mittellangen Hals und einen großen Kopf. Ihr Schnabel ist meistens kopflang und seitlich mit harten Zähnen bewaffnetet. Die Füße sind mehr in der Mitte des Leibes eingelenkt als bei den Schwänen und fast bis zur Ferse herab befiedert. Die drei Vorderzehen sind meist durch volle Schwimmhäute verbunden und mit kurzen Krallen versehen. Die Flügel sind lang und breit zugespitzt. Der Schwanz ist kurz, breit abgerundet oder gerade.

Gänse sind weit verbreitet und bevorzugen die Ebene, finden sich aber auch in Höhenlagen. Sie laufen besser als die Enten, fliegen gut und schwimmen weniger. Sie sind vorsichtig und wachsam, leben gesellig und lassen sich leicht zähmen. Eine einmal geschlossene Ehe währt für die ganze Lebenszeit. Sie nisten zum Teil gesellig auf dem Boden und legen 6-12 einfarbige Eier, welche das Weibchen allein ausbrütet. Ihre Nahrung besteht aus allerlei Gräsern, Kohl, Kräutern, Ähren, Schoten etc., sie schälen junge Bäumchen, einzelne fressen auch Kerbtiere, Muscheln, kleine Wirbeltiere. Wo sie massenhaft auftreten, können sie Schaden anrichten.

 

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Bekannte Gänsearten

Die Graugans

Die Graugans, auch wilde Gans, ist die Stammmutter der Hausgans. Sie wird 1,00 m lang und 1,70 m breit.

Sie findet sich im nördlichen Europa und Asien etwa bis 70° nördlicher Breite und brütet südlich bis 45° nördlicher Breite. Bei uns weilt sie von Ende Februar oder Anfang März bis Ende Juli. Auf ihren Wanderungen, auf welchen sie in V-förmigen Reihen mit einem Ganter an der Spitze fliegt, geht sie bis Südeuropa, Nordwestafrika, China und Ostindien In Mitteleuropa brüten die Graugänse an ruhigen, einsamen Seen mit breitem Schilfgürtel und angrenzenden Wiesen und Äckern.

Die östlichen Populationen bewohnen flache Steppenseen, Altwässer und vegetationsreiche Moore, gern solche mit kleinen schwimmenden Inseln, auf denen sie dann brüten. Auf den schwedischen Schären nisten sie teilweise in lockeren Kolonien auf kurzem Grasland entlang der Küste. Die Graugans bewegt sich viel leichter und behänder als die Hausgans. Beim Aufsteigen und Niederlassen macht sie durch heftigen Flügelschlag ein polterndes Getöse. Sie fliegt ausdauernd, ist vorsichtig und misstrauisch.

Sie lebt nur in einzelnen Familien zusammen, gesellt sich aber bisweilen auf der Weide den Hausgänsen zu und begattet sich selbst mit diesen. Sie nistet gesellig an den unzugänglichsten Stellen im Sumpf, legt im März 5-14 grünlichweiße oder gelbliche Eier, brütet 28 Tage und behütet die Jungen mit großer Sorgfalt. Jung eingefangen, wird sie sehr zahm. Im Hof ausgebrütete Wildgänse ziehen im Herbst ab und kehren selten zurück. Das Fleisch alter Wildgänse ist hart und zäh, das der Jungen aber sehr schmackhaft. Die Federn schätzt man höher als die der Hausgans. Der Schaden, welchen die Graugans durch Abweiden der Saat, Ausklauben der Ähren etc. bringt, ist nicht bedeutend.

 

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Die Saatgans

Die Saatgans, auch Moorgans oder Zuggans, wird 86 cm lang, 180 cm breit. Sie erscheint bei uns, wenn die Graugans abzieht, und geht im Frühjahr in großen Scharen wieder nach Norden, wo sie brütet. Sie lebt gesellig, bevorzugt kahle, unbewohnte Inseln in seichtem Wasser und Sümpfe. Die Saatgans steht in allen Begabungen auf gleicher Höhe mit der Graugans, hegt aber gegen diese entschiedene Abneigung und mischt sich nicht unter die Hausgänse. Sie richtet oft Schaden an, gewährt aber auch denselben Nutzen wie die Graugans. Sie lässt sich zähmen, bleibt aber stets argwöhnisch.

 

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Die Kanadagans

Die kanadische oder Schwanengans misst 94 cm in der Länge und 170 cm in der Breite. Sie ist schlanker als die Hausgans. Ihr Schnabel ist kürzer als der Kopf, die Lamellen sind seitlich an den Rändern bedeckt, und in den langen Flügeln sind die zwei ersten Schwingen die längsten.

Sie bewohnt Nordamerika. Die Kanadagans ist immer mehr nach Norden zurückgewichen, erscheint aber im Winter in kleinen Gesellschaften noch in den Vereinigten

Staaten und kehrt erst im April oder Mai in die Tundra zwischen 50° und 67° nördlicher Breite zurück, wo sie brütet. Sie gleicht in Wesen und Gewohnheiten unsrer Wildgans. Sie nistet in der Nähe des Wassers und baut das Nest im Gras oder unter Gebüsch und sogar auf Bäumen. Sie legt 3-9 Eier, welche in 28 Tagen ausgebrütet werden. Gegenwärtig wird die Schwanengans in Nordamerika mit großem Vorteil gezüchtet. Sie paart sich auch mit der Hausgans, und die Bastarde sollen sehr leicht fett werden. Im nördlichen Nordamerika wird sie eifrig gejagt, eingepökelt und geräuchert. Die Federn sind vorzüglich.

 

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Die Ringelgans

Die Ringelgans ist 62 cm lang und 124 cm breit. Sie ist sehr gedrungen gebaut, mit kurzem Hals und ziemlich großem Kopf. Ihr Schnabel ist schwach bezahnt.

Sie lebt auf den Inseln und an den Küsten der Alten und Neuen Welt zwischen 60 und 80° nördlicher Breite. Die Ringelgans erscheint im Oktober und November in großen Scharen an der Ostsee und Nordsee und dringt auch ins Binnenland vor. Die Ringelgans sind vollkommene Seevögel, die vorzüglich schwimmen, tauchen und fliegen können. Sie leben sehr gesellig, sind zierlich, anmutig, friedfertig,

 wenig scheu, fressen neben Gras und Seepflanzen auch Weichtiere und werden in der Gefangenschaft bald zahm. Auf Island nisten nur wenige Ringelgänse, aber auf Spitzbergen findet man die Nester mit 4-8 grünlich- oder gelblichweißen Eiern zahlreich neben denen der Eiderente. Die nordischen Völker jagen die Ringelgans intensiv, auch an den südlichen Küsten werden Tausende erlegt. In Holland fängt man sie mit Hilfe ausgestellter Lockgänse und füttert und mästet sie einige Zeit mit Getreide, wodurch das Fleisch sehr wohlschmeckend wird. Nach alter Sage sollte die Ringelgans nicht aus Eiern, sondern aus dem Holz der Bäume entstehen. Sie wurde deshalb jahrhunderte lang als Fastenspeise verzehrt. Die Literatur über die Ringelgans, welche vom 13. bis ins 18. Jahrhundert reicht, ist sehr umfangreich. Die klerikalen Schriftsteller verteidigten mit Eifer die Entstehung aus faulendem Holz. Erst nach wiederholtem kirchlichem Verbot verschwand die Ringelgans aus der Liste der Fastenspeisen.

 

 

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Die Hausgans

Die Hausgans ist größer und schwerer als die Wildgans und hat einen kürzern Hals. Das Gefieder ist weiß, graubunt oder grau. Je näher die Verwandtschaft zur Wildgans ist, desto härter und ausdauernder ist die Hausgans. Die grauen Federn sind besser als die weißen, doch lassen sich die weißen Gänse leichter mästen. Der Ganter ist größer und stärker als die Gans. Er hat höhere Beine und einen längern und dickern Hals als die Gans, welche besonders auch an dem herabhängenden Legebauch zu erkennen ist.

Als besondere Rassen unterscheidet man: die pommersche Gans, meist ganz weiß oder weiß und grau gefleckt, größer und stärker als die gewöhnliche Landgans; die Emdener oder Bremer Gans, fast rein weiß; die Toulouser Gans, fast immer grau gefiedert, ungefähr ebenso groß, aber noch kompakter gebaut als die pommersche Gans, mit tief herabhängendem Unterleib, zur Mast und zum Fettansatz sehr geeignet; die Lockengans, eine Varietät mit meist weißen, gekräuselten Federn.

 

 

 

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